Die wahrheitswidrigen Aussagen des Frankfurter Polizeipräsidenten, die Polizei habe alles versucht um einen für einen friedlichen Verlauf der Demonstration zu ermöglichen, ist auf massiven Widerspruch beim Nachttanzdemo-Bündnis gestoßen.
Matthias Schneider, Sprecher des Vorbereitungskreises, erklärte dazu: »Man könnte darüber lachen, wenn die durch polizeiliche Knüppel und Faustschläge verursachten Verletzungen (Armbrüche, Platzwunden) bei zum Teil minderjährigen Demonstranten nicht so ernst wären. Der Polizeipräsident belügt, schon wieder, eiskalt die Öffentlichkeit. Tatsächlich war die Polizei zu keinem Zeitpunkt kompromissbereit. Die Demo wollte – mit den Wägen und, wie angekündigt, ohne sich der Datensammelwut der Behörden zu beugen, ihren Weg entsprechend der Route fortsetzen. Die Polizei hat nur, um die kleinlichen und anmaßenden Auflagen des Ordnungsdezernenten durchzusetzen, mit vollkommen unverhältnismäßiger Gewalt reagiert. Anstatt zu verhandeln hat sie die Randale begonnen, auf die Leute eingeschlagen und einen der Lautsprecherwägen gestürmt und verwüstet. Dabei wurden sogar Scheiben des Lautsprechwagens von Polizeibeamten mit Schlagstöcken eingeschlagen und Teile der Technik beschädigt. Wie kann man sich da noch ernsthaft darüber wundern, dass viele Teilnehmer_innen ihrer Wut freien Lauf gelassen haben? Hätte man die Demonstration zugelassen, wäre das sicherlich nicht passiert.«
Für das Demobündnis ist mit dem gestrigen Verhalten der Polizei jedenfalls, »das Ende der Geduld erreicht«.
Der Sprecher weiter: »Das Problempärchen Thiel/Stein muss zurück treten. Die autoritäre Politik gegen linke und unkommerzielle Bewegungen in Frankfurt führt zu immer weiterer Eskalation – und offensichtlich ist das von Seiten von CDU und FDP auch so gewollt. Die Mitleidsbekundungen des Polizeipräsidenten für die zum Teil schwer Verletzten sind unerträglich, schließlich werden diese offensichtlich als Kollateralschäden billigend in Kauf genommen.«
Matthias Schneider abschließend: »Wir rufen dazu auf, die städtische Politik mit allen Mitteln so lange ‚kritisch zu begleiten‘ bis Stein und Thiel zurückgetreten sind – und mit ihnen die Politik für die sie stehen.«