Randale beim „Nachttanz“

Insgesamt elf Demonstranten wurden verhaftet. (Bild: picture-alliance/dpa)
Die Veranstalter der „Nachttanzdemonstration“ haben die Polizei für die Aussschreitungen von Freitagnacht verantwortlich gemacht. Sie werfen den Ordnungskräften unangemessene Härte vor. Die Polizei sieht das anders.
Bei der Demonstration am Freitag in Frankfurt kam es zu Ausschreitungen. Dabei wurden sieben Polizisten und mehrere Demonstranten verletzt. Zudem gab es etliche Sachbeschädigungen vor allem im Stadtteil Sachsenhausen. Elf Demonstranten wurden festgenommen.
Die Veranstalter kritisierten, um Auflagen des Ordnungsamts durchzusetzen, habe die Polizei mit „unverhältnismäßiger Gewalt“ reagiert. Anstatt zu verhandeln, habe die Polizei auf Demonstranten eingeschlagen. Die „autoritäre Politik gegen linke und unkommerzielle Bewegungen in Frankfurt“ führe zu immer weiterer Eskalation, hieß es.
Polizei: Gewalt ging von Demonstranten aus
Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die Demonstranten die vom Ordnungsamt genehmigte Route der Veranstaltung verlassen. Die Polizei teilte mit, sie habe den Zug der Demonstranten daher gestoppt, dabei sei es zu ersten Stein- und Flaschenwürfen gekommen. Wiederholte Bemühungen, die Veranstaltung auf den genehmigten Weg zurückzuführen und damit die Demonstration zu ermöglichen, hätten kein Gehör gefunden, hieß es weiter.
Friedlicher Rückzug
Über einen Lautsprecherwagen der Demonstranten sei stattdessen dazu aufgefordert, den polizeilichen Anordnungen nicht zu folgen. Die Polizei habe die Demonstration daher auflösen müssen, hieß es.
Die Mehrzahl der Demonstranten sei dann „friedlich in alle Richtungen“ abgezogen, teilte die Polizei Frankfurt mit. Drei größere Gruppen mit insgesamt 350 Personen seien aber in die Innenstadt gezogen und hätten dort weitere Sachbeschädigungen begangen.